So, jetzt hab ich hier mal so nen Default-Blog und verfasse hiermit womöglich meinen einzigen Eintrag darin. Jedenfalls kommt jetzt hier nochmal die kleine Anekdote über meine kleine Angelegenheit mit den coolen Leuten von der Telekom, die sich vor einiger Zeit so abgespielt hat, in leicht überarbeiteter Version und selbstverständlich nach wie vor ohne Absätze.
Es begab sich also, dass eine gewisse Person einen Umzug ihrer Räumlichkeiten in Angriff nahm. Die folgenden Zeilen bieten nun eine kurze Zusammenfassung über den Vorgang des Verlagerns meines Internetzes aus der schönsten Stadt Lübeck in eine andere, auch ganz schöne Stadt namens Karlsruhe. Hätte ich geahnt, wie langwierig eben jenes Unterfangen werden sollte, hätte ich genaue Daten zu allen im Folgenden beschriebenen Ereignissen festgehalten, so muss aber ein einfacher Text in Prosa herhalten. Alles begann vermutlich Anfang Oktober des Jahres 2008 mit einem Anruf bei der 1und1 Umzugshotline. Dieser verkündete ich meinen bald anstehenden Umzug. Damit 1und1 den durchführen konnte, musste ich jedoch erstmal bei der Deutschen Telekom AG meinen Telefonanschluss ummelden, teilte man mir dort mit. Also begab ich mich, da ich ja noch mein Internetz in Lübeck hatte, zur Internetzpräsenz der Deutschen Telekom AG und füllte dort ein lustiges virtuelles Formular aus. Dieses enthielt die freundliche Bitte um Freischaltung meines Telefonanschlusses in einer gewissen neuen und meinen Wohnung. Als Reaktion auf diese Bitte erhielt ich einen elektronischen Brief, der besagte, eine Auftragsbestätigung würde mich in Kürze erreichen. Schien zu diesem Zeitpunkt alles sehr einfach zu sein. Die in der Nachricht angegeben Kürze war allerdings nicht näher spezifiziert, und so wurde ich stutzig, als ich eine Woche später, schon in KA-City wohnend, noch immer keine solche Bestätigung erhalten hatte. Daher beschloss ich, die Hotline der Deutschen Telekom diesbezüglich zu konsultieren, nichts ahnend, dass es längst nicht das letzte Mal sein sollte. Dort jedenfalls wurde mir nach Schilderung meiner unglücklichen Lage so in etwa folgendes gesagt: Der Auftrag sei nicht “durchgegangen”, man würde ihn jetzt nochmal aufgeben, in der Hoffnung, er würde diesmal “durchgehen”. Ich verstand zwar nicht, weshalb und vor allem wo ein Auftrag erst durchgehen muss, bevor er angenommen wird, dennoch stellte mich diese Antwort erst einmal zufrieden. Und tatsächlich, ein paar Tage später bekam ich, bzw. viel mehr der Mensch, der jetzt in meiner alten Wohnung lebt, ich nenne ihn mal Sergej H. (Name nicht geändert), eine schriftliche Bestätigung meines Auftrags inklusive der Mitteilung, am kommenden Freitag würde ein Techniker zur Freischaltung bei mir erscheinen, und zwar irgendwann zwischen 12 und 18 Uhr. Für dieses sehr kurze Zeitintervall in meiner Wohnung parat zu stehen stellte mich am besagten Tag natürlich nicht vor größere Probleme, insbesondere nachdem ich in gewohnt weiser Voraussicht nichts zu essen eingekauft hatte und so hungrig und nebenbei bemerkt auch verkatert in meinem kleinen Reich sechs Stunden in Erwartung eines freundlichen Technikmannes harrte. Als jedoch auch um 19 Uhr ein solcher sich nicht hatte bei mir blicken lassen, wurde ich dann doch wieder stutzig und vor allem echt hungrig und rief lieber nochmal bei den netten Menschen von der Telekom Hotline an. Diesmal hatten die Herrschaften dort folgende Information für mich parat: Der Auftrag sei storniert worden, stattdessen würde jetzt mein Telefon am Montag automatisch freigeschaltet, ein Techniker sei nicht erforderlich. Meine Reaktion auf diese Mitteilung ließe sich wohl in etwa wie folgt zusammenfassen: “???”. Dennoch war ich erfreut zu hören, dass mein Telefonanschluss offenbar trotzdem bald funktionieren würde, und das sogar ohne Technikerbesuch. Dachte ich jedenfalls. Leider wollte mein Telefon aber auch am Abend des besagten Montags seinen Dienst noch nicht aufnehmen. Also fragte ich einmal mehr bei der Hotline nach. Man bezichtigte dort meinen Anschluss einer Störung. Um diese zu beseitigen müsse mir wohl erneut ein Techniker geschickt werden. Diesmal wurde dessen Erscheinungszeitraum immerhin auf den etwas erträglicheren Zeitraum von irgendwann zwischen 17 und 19 Uhr des kommenden Mittwochs eingeschränkt. Als ich an eben jenem Mittwoch nach einiger Zeit vergeblichen Wartens so gegen 19.30 gerade eine erneute Nachfrage ob des Verbleibs meines Technikers bei der Telekom Hotline in Angriff zu nehmen beabsichtigte, geschah das Unfassbare: Ein Techniker der Deutschen Telekom AG erbarmte sich höchstpersönlich, telefonisch auf meinem Handyfon Kontakt zu mir aufzunehmen. Er versicherte dabei, in etwa 10 Minuten bei mir zu erscheinen. Meine Euphorie über dieses scheinbare Erfolgserlebnis vermochte jedoch nur etwa eben diese 10 Minuten anzuhalten, bis der zweite Anruf derselben Person bei mir einging. Man stünde gerade vor meinem Haus in der Kahlhorststraße soundso und könne nun mein Klingelschild gar nicht finden. Das war auch kein Wunder, denn da wohnte ich seit mittlerweile mehreren Wochen nicht mehr. Als ich den hilflosen Menschen darüber in Kenntnis gesetzt hatte, dass zwischen ihm und dem gestörten Telefonanschluss nun wohl noch eine Distanz von knapp 700km zu überwinden wäre, musste dieser seine vollmundige Anküngigung, in 10 Minuten bei mir zu sein, leider revidieren. Er verwies mich stattdessen auf die mir mittlerweile recht gut bekannte Telekom-Hotline. Als ich bei dieser daraufhin erneut anrief, schien man dort nun restlos verwirrt zu sein. Nachdem ich während des Telefonats geschätzte 35 Mal an eine andere Person verwiesen und weitergelitten worden war, fand sich endlich eine freundliche Mitarbeiterin, welche versicherte, sich meines Problems anzunehmen und sich wieder bei mir zu melden, sobald ihre Recherchen Früchte trögen. Tatsächlich schellte bereits am Folgetag mein kleines Mobiltelefon und im sich daran anschließenden Gespräch stellte sich heraus, dass die angebliche Störung offenbar darin bestand, dass die Herrschaften von der sehr kompetenten Telekomm aka Fail GmbH wohl zwar einen Anschluss freigeschaltet hatten. Dabei handelte es sich jedoch leider nicht um meinen, sondern irgend einen anderen, irgendwo. Der geneigte Leser wird unschwer erkennen, dass in dieser Situation nur noch ein Techniker weiterhelfen konnte. Dieser wurde mir für den Folgetag angekündigt, um irgendwann zwischen 14 und 18 Uhr aufzukreuzen und hoffentlich die Lösung des so ungeahnt schwierigen Rätsels ausfindig zu machen. Gerne platzierte ich mich so auch diesmal für den genannten Zeitraum von vier Stunden in mein kleines Etablissement und wartete auf den Technikmenschen, hoffend, einem Wesen dieser offanbar sehr scheuen Spezies endlich persönlich gegenübertreten zu können. Irgendwie war ich aber auch nicht überrascht, als dann doch keiner kam. Muss wohl irgendwie nicht so mein Tag gewesen sein. Jedenfalls folgte so ein weiterer Anruf bei meinen Freunden von der Hotline, in dem mir Versichert wurde, man würde sich kümmern. Eine innere Stimme sagte mir, dass mir das nicht weiterhelfen würde. Somit kontaktierte ich die Hotline am Montag erneut mit dem freundlich geäußert konkreten Wunsch nach einem neuen Termin für einen Techniker. Eine nette Dame erklärte mir daraufhin unter mehrfacher ausdrücklicher Bemitleidung meiner Situation, dass mein Umzug mal wieder storniert wurde. Warum das jetzt schon wieder geschehen war, ist eine Frage, deren Antwort ich wohl nie erfahren werde. Die nette Dame jedenfalls versicherte, sie würde sich um mein Anliegen kümmern. Kam mir irgendwie bekannt vor. Zumindest hatte ich jetzt wieder einen neuen Termin zur Hand, den kommenden Freitag. Dann sollte mein Telefonanschluss funktionieren. Eine schriftliche Bestätigung würde ich ebenfalls noch bekommen, und ein Techniker wäre auch nicht nötig. Die angekündigte Bestätigung kam aber leider nicht. Es folgte also ein erneuter Anruf. Diesmal hieß es, mein Anschluss wäre bereits als bestehend eingetragen. Nachdem ich die Hotlinefrau darüber in Kenntnis gesetzt hatte, dass dies leider nicht der Fall war, wurde ich in die Technik weitergeleitet. Dort wiederum wurde mir versichert, dass das ganze schon bis zum nächsten Tag laufen würde. Sogar nach wie vor ohne Techniker. Klang vielversprechend. Aber war natürlich Quatsch. An den beiden Folgetagen verweilte ich bei meinen Anrufsversuchen jeweils um die 10 Minuten in der Warteschleife, bis ich mich durch die etwas monotone Endlosschleifenmusik dazu genötigt sah, vorzeitig aufzulegen. Dieser Umstand führte dazu, dass ich die wohl klügste Tat meines Lebens beging: Ich begab mich am Montag höchstselbst in einen Telekomshop in unmittelbarer Nähe meiner Bude, dessen Frontplakatierung, welche den tollen Service der Telekom als aktueller Sieger bei irgend so einem Test anpries, ich zunächst mal als gelungene Verarschung meiner Person durch das Schicksal interpretierte. Die dort ansässige Telekomfrau jedenfalls sah sich daraufhin mein Problem an und wähnte sich nach kurzer Interaktion mit dem sich vor ihr befindlichen Rechner Herr der Lage zu sein. Ein paar Minuten später hatte ich wieder einen Technikertermin. Als ich gegenüber der mich bedienenden Person Bedenken äußerte, einen solchen Techniker jemals zu Gesicht zu bekommen, versicherte mir diese ausdrücklich, dass da ganz sicher einer kommen würde. Der Termin war bereits am Folgetag, angegebener Zeitraum war diesmal 10 bis 14 Uhr. Und ich erhielt sogar wirklich einen Anruf am kommenden Tag irgendwann kurz nach 10. Ein Mensch teilte mir mit, dass mein Telefon eine Störung hätte und man mir einen Techniker schicken würde, und zwar irgendwann die nächsten Tage. Das war zugegebenermaßen nicht ganz das, was ich mir unter dem Technikertermin vorgestellt hatte. Aber dann ging doch alles ganz schnell. Etwa eine halbe Stunde später kam ich mal wieder in den seltenen Genuss, die Stimme eines dieser ominösen Techniker zu Gehör zu bekommen. In 10 Minuten wollte er bei mir sein. Und tatsächlich war er diesmal auch wirklich 10 Minuten später bei mir. Und weitere 10 Minuten später ging auch mein Telefon. Feine Sache, denn somit hatte ich auch schon die halbe Miete, fehlte noch das Internetz. Jetzt konnte ich also bei 1und1 anrufen und die erfreuliche Mitteilung machen, dass ich nun einen neuen Anschluss habe, zu dem ich dann bitte umziehen wollte. Der erste Anruf bei der 1und1 Hotline bescherte mir die Information, dass das System gerade gewartet würde und ich in ein paar Stunden nochmal anrufen müsste. Beim zweiten Anruf sagte man mir, in etwa zwei bis drei Wochen bekäme ich mein DSL. Den genauen Termin würde man mir bald schriftlich mitteilen. Zwei bis drei Wochen später hatte ich DSL, drei weitere Tage später die schriftliche Mitteilung des Freischaltungstermins vor drei Tagen. Ende November hatte eine gewisse Person also endlich wieder Internetz. Das ist doch mal Service! Zumindest, wenn ich mir ähnliche Geschichten von anderen anhöre, bei denen das nochmal eine ganze Weile länger gedauert hat.